Von Amerikanischen Erziehungsmethoden…

November 21, 2008

Hier ein Beitrag zu bahnbrechenden Forschungsergebnissen. Die USA ist uns mal wieder weit voraus. Während es im prähistorischen Deutschland ja immer noch Gang und gebe ist, das Kinder im Grundschulalter um 8 im Bett liegen, muessen amerikanische Forscher wohl eine Gegentheorie aufgestellt haben. Anders ist es für mich nicht zu erklären, dass sich ca. 20 Kinder zwischen 5 und 10 Jahren um 10 Uhr abends mit uns zusammen im Kino sitzen und sich den neuen Kinderfilm “Batman The Dark Knight” angucken. Nach 10 min waren dann auch 50 % der Kinder am heulen, die anderen 50% hüpften zwischen den Sitzen umher, beide Gegebenheiten interessierten die Eltern aber nur perifär.
Das ist wohl alles Teil eines weitentwickelten Erziehungssystems. In anbetracht des nachfolgenden Videos wir auch schnell klar, dass ein deutsches Kind, ausgetstattet mit der Pistole aus der letzten Augabe des “Yps Heftes” gegen den Amerikaner an sich eher nicht antreten möchte:

Hier noch der neueste Hit füer unter dem Weihnachtsbaum… da bin ich kurzzeitig vom Glauben abgefallen als ich das im Fernsehen gesehen habe. Ein Hit… gucks mir jetzt auch nochmal an..hahahaha

Ich hatte keinen eigenen Dinosaurier im Maßstab 1:2 als ich klein war. Was fuer eine traurige Kindheit.
Kostet auch nur 300 Dollar. Man man man…
Soweit die news von der Front.
Aloha.


Wenn die Stimme hallt, im Regenwald…

November 11, 2008

Im BuschEs war nass, rutschig, schwül und extrem gefährlich. Eine drückende Hitze, die Kaltgetränke waren kanpp. Wir hatten schon seit dem ausgiebigen Mittagessen keine Nahrung mehr gehabt und die Kraft lies nach. Es war ein schmaler Weg der durch den Jungel führte. Es war aber vor allem ein schmaler Weg zwischen Leben und Tod, da wir immer mit einem Angriff eines Raubtieres aus dem Hinterhalt rechnen mussten. Niemand war da, niemand der uns helfen konnte. Doch wir drangen immer weiter vor in das Dickicht der Sträucher und Bäume. Wir verloren die Orientierung und es konnte nicht mehr lange dauern bis wir auch das Bewusstsein verlieren würden. Dann vernahm ich Stimmen. DIe Rettung ? Ein Ehepaar in den 80zigern kam uns entgegen, rauschte an uns vorbei und grüßte freundlich. Nur Fassade? Sie hatten überlebt, ich schaute ihnen nach als sie den Jungel 20 Meter von uns entfernt durch den Eingang verließen. Verdammt, wir waren noch nicht weit. Wir gingen weiter, doch kurz vor dem Ziel, einem entlegenden Wasserfall, versperrte uns eine riesige Palme den Weg. Was sollten wir tun?

Gefahr

Gefahr

Es gab nur eine Lösung: Wir branten 14 Hektar Naturschutzgebiet bis auf den letzten Ast nieder und banten uns unseren Weg im Wanderschuh weiter ins Unterholz.

Gerade als wir aufgeben wollten und unsere Memoaren zu Ende geschrieben hatten (bei mir sind es immerhin eineinhalb Seiten geworden) sahen wir ein Funkeln am Horizont. Sollte das der Lohn fuer die Strapatzen sein oder spielten uns die müden Augen einen bitteren Streich. Nein, es war ein See mit einem kleinen Wasserfall, eingebettet in Felsen. Ein Naturspektakel, nur etwas kompakter gehalten. Schnell wurde die Digitalkamera gezückt und ein paar Schnappschuesse aus der Hüfte geschossen. Nach ausgiebigem Badespass ging der Rückweg dann überraschend schnell.

WasserfallJan_WaterfallIcke


In geheimer Mission…

November 11, 2008

Alooooooooohaaa, wie es der angeheiterte Tourist zu später Stunde gerne herausposaunt. Die letzten 10 Tage habe ich hier an der Front endlich Support bekommen, als mir unser Vaterland Urlaubsexperten “Henne aka Iceberg” aus St. Peter Ording von der deutschen Nordkueste zugesannd hat.

Nachdem ich die letzte Woche (und an meinem Geb) mit einer handfesten Erkältung zu kämpfen hatte (Erkältung auf Hawaii -> was gehtn?) bin ich nun wieder genesen. Die Erkältung wurde wohl von 15-20 Grad zu kühl eingestellten Klimaanlagen im Großraum Universität hervorgerufen, woraus ich schlussfolgerte, dass ich zuviel Zeit in dem Wissenstempel verbracht habe (da hat man nur in Wintermantel und Moonboots eine Überlebenschance). Aus Fehlern muss man lernen, daher kam der Besuch gerade recht und wir haben uns eine Woche lang von Strand zu Strand gekämpft. Als erstes sind wir an die Ostküste vorgerückt wo wir unser Lager aufgebaut haben um die Einheimischen zu beschatten und dann und wann mal Baden zu gehen.

An dieser Stelle eine Kleine Umfrage,

Mit Henne in Lanikai

Mit Henne in Lanikai

Nachdem Operation “Violet water” für beendet erklärt wurde und wir erneut in einem Bus mit Temperaturen um den Gefrierpunkt zurückgefahren sind, war abends außer einem Spielfilm nicht mehr viel zu holen.”Tropic Thunder” haben wir uns reingezogen und es würde mich stark verwundern und mein Weltbild aus der Bahn reissen, wenn das Ding nicht mindestens 9 Oscars abräumt. “Whooo …let the fridge open”.

Im weiteren Verlauf der Woche sind wir mit einem kleinen, -der Tanung nicht unbedingt zuspielenden- roten und durchaus gut motorisierten Citiflitzer von Chevi an die Nordküste gerast. Dort wurden wir, wie uns auch schon von unserem Informaten zugespielt wurde, erneut von Schildkröten ueberascht die offensichtlich neben einem Atomkraftwerk aufgewachsen sind (die Dinger werden ja immer größer, bald versklaven die die Menschheit). Wasser war Glasklar, so dass wir die Viecher mit unserer enorm teuren 6 Dollar Schnorchel- Taucherbrillen Kombo- Spezialausrüstung unter Wasser observieren konnte. Nice.

Ps: Obama ist Weltmeister!!!


Die Qualen der Wahlen

November 4, 2008

Tach… Geburtstag überlebt. Juhuu. Vielen Dank für die ganzen Grüße, hab mich gefreut. Da ich jetzt ein alter Schamane bin und auf 23 Jahre hochkomprimiertes  Erfahrungsmaterial zurückgreifen kann, werde ich hier mal ein bischen den Schlaumeier raushängen lassen und einige Informationen, die ich in einem Gespräch über das US Wahlsystem mit meinem Mitbewohner eingeholt habe, preisgeben.

Heute sind hier also die langerwarteten Wahlen, was mich in erster Linie freut da der Sportteil der Zeitung wieder größer wird, da dieser nicht vom Politikteil verdrängt wird und ich mir nicht jeden Tag die Highlights einer 2 Wochen zurückliegenden Debatte im Fernsehen angucken muss, die Wertvolle “Family Guy” Sendezeit raubt.

Wahlsystem funktioniert hier so (war mir gar nicht so klar, daher hier kurz zusammengefasst):

Jeder Bürger einer Stadt in den USA hat eine Stimme. Jede Stadt wird in mehrere Wahlbereiche unterteilt, die wiederum von einem Abgeordneten des “Electoral Collage” representiert werden soll. Und da geht die Brisanz auch schon los.  Nehmen wir an in einem Stadteil wäheln 48% McCain und 52% Obama, dann ist der/die Abgeordnete zwar “Aufgefordert” mit der Mehrheit zu wählen, muss er/sie aber nicht. Es kann also durchaus passieren, dass ein Mitglied des Electoral College gegen die Mehrheit des Wahlbezirks entscheidet und seine Stimme für McCain gibt und das Ergebnis ignoriert. Hab dann mal den Einen oder Anderen auf den Sinn angesprochen…viel brauchbare Informationen kamen aber nicht dabei rum.  Interessant war wohl am ehesten die Bemerkung das eine Person leichter zu manipulieren ist als 100000, diese Anmerkung wurde zwar mit einem gewissen ironischen Unterton belegt, aber wenn man genauer darüber nachdenkt… naja weiter im Text. Jeder US Bundesstaat wird also, je nach Einwohnerzahl, von einer bestimmten Anzahl von Vertretern des Electoral College repräsentiert. Als Beispiel: Hawaii hat 4, und Kalifornien über 50 (genaue Zahlen sind unbekannt und ich bin zu faul zum Googlen. Mhh, mit Linkeinfügen und dem Kram den ich jetzt gerade schreibe hat das jetzt länger gedauert als wenn ich selbst nachgeguckt hätte. Mach ich jetzt aus trotz auch einfach:Also 55 sinds). Wenn ein Kandidat nun mehr Abgeordete (und das Volk natürlich) dafür begeistern konnte für ihn zu stimmen, also zum Beispiel In Kalifornien Kandidat A 30 und Kandidat B 25, dann gewinnt Kandidat A alle 55 Stimmen . Sprich selbst wenn rund 20 000 000 Menschen (keine Ahnung wie viel ca 40 % der Kalifornischen Bevölkerung sind. Diesmal könnt ihr selber nachgucken, ) für Kandidat B gestimmt haben, so werden die Stimmen einfach verworfen… an dieser Stelle ein Moment des Schweigens. Bin zwar kein Politikologe aber das erscheint mir etwas..ähhh… dumm. Wie die Wahl der Abgeordneten des Electoral College zustande kommt ist im übrigen im jeden Bundesstaat anders, allerdings hört man, dass sich hier und da ein paar Gefallen…. ja Wetter ist soweit gut, gestern war auch gut gewesen, mal sehen ob es morgen auch gut gewesen sein wird.

Viele Grüße der Jan


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